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Tag der Sicherheit 2009: Ihr Auto ist kein Tresor!

Etwa alle 10 Minuten wird in Österreich in ein Kraftfahrzeug eingebrochen.

Ein Blick auf die aktuellen Statistiken zeigt, dass sich in Österreich vor allem bei den Autoeinbrüchen weiterhin eine deutliche Zunahme abzeichnet: Rund 50.000 Anzeigen werden jährlich erstattet. Täter, die es nur auf den Inhalt des Fahrzeugs abgesehen haben, knacken in Sekundenbruchteilen das Türschloss oder schlagen kurzerhand eine Seitenscheibe ein. Der Schrecken ist groß, der Schaden - materiell aber auch immateriell - nicht selten erheblich und die Bemühungen bei der Neubeschaffung von Ausweisen oder der Sperrung von Kreditkarten sind oftmals zeitaufwändig und nervig. Diese Erfahrung machen in Österreich alljährlich 50.000 Autofahrer, deren Autos aufgebrochen wurden.

Dabei sind die Täter in punkto Diebesgut nicht wählerisch. Neben den „Klassikern“, wie Autoradios und Zubehör, haben sie auch Interesse an den zwischenzeitlich weit verbreiteten Navigationsgeräten und an allem Sonstigen, was sich zu Geld machen lässt. Gerade im letztgenannten Bereich ist häufig festzustellen, dass den Dieben durch sorgloses, geradezu leichtsinniges Verhalten der Geschädigten die „Arbeit“ leicht gemacht wird.

Teure Notebooks, bisweilen auch mit unersetzlichem und wichtigem Dateninhalt, hochwertige Kameras, Taschen oder Rucksäcke mit ansehnlichem Inhalt und immer wieder Handys werden, von außen gut sichtbar, im Fahrzeuginnenraum zurückgelassen. Potentielle Diebe verstehen dies geradezu als Einladung, die sie gerne annehmen. Die Polizei wird in ihren Bemühungen, Diebstähle aus Kraftfahrzeugen durch präventive Streifen- und Observationstätigkeit sowie konsequente Ermittlungsmaßnahmen zu erschweren bzw. aufzuklären, nicht nachlassen. Daneben können aber auch die betroffenen Autofahrer viel zur Vermeidung solcher Straftaten tun.

Mit entsprechenden Flyern werden die Länderversicherer in Zusammenarbeit mit der Polizei sowie unterstützt von Gemeinden, Städten und Einkaufszentren im Rahmen der Florianiaktion 2009 „gefährdete“ Autofahrer auf ihr unbekümmertes Verhalten aufmerksam machen. Mitarbeiter der Länderversicherer und Polizeibeamte werden an Fahrzeugen mit „lohnendem Inhalt“ Handzettel anbringen.

Im Rahmen einer Pressekonferenz werden am Montag, den 4. Mai 2009 die Vorstände der Länderversicherer gemeinsam mit Vertretern der Polizei die ersten Flyer an geparkten Fahrzeugen anbringen, denn auf Parkplätzen und in Parkgaragen findet man zahlreiche Fahrzeuge in denen, offen sichtbar, Handys, Handtaschen u.a. verlockend zurückgelassen werden.


Tipps:
Schließen Sie Ihr Auto, auch bei nur kurzer Abwesenheit, ordnungsgemäß ab. Leider ist das, wie zahlreiche Fälle belegen, nicht selbstverständlich und - der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen - kann auch mit einem Bußgeld geahndet werden. Bedenken sollten Sie auch, dass bei einer sogenannten „Obliegenheitsverletzung“ Ihr Versicherungsschutz in Gefahr sein kann.

Schließen Sie Cabrioverdecke oder legen Sie Wertgegenstände zumindest im verschlossenen Kofferraum ab. Denken Sie auch an das Handschuhfach, das bei offenem Verdeck abgeschlossen sein sollte. Und das Wichtigste, lassen Sie keine Wertgegenstände, Notebooks, Handys, Handtaschen, Rücksäcke o.ä. von außen sichtbar im Fahrzeuginnern liegen. Selbst wenn ihre Tasche nur Wertloses enthält - ein potentieller Dieb rechnet in solch einem Fall immer mit lohnender Beute.

Opfer eines Autoeinbruchs können Sie übrigens überall und zu jeder Tageszeit werden. Großparkplätze sind genauso betroffen wie Tiefgaragen, Parkhäuser oder Wohnstraßen. Autos werden, wenn auch häufig während der Dunkelheit, sehr oft auch während des Tages, wochentags ebenso wie am Wochenende, aufgebrochen.

Bedenken Sie: Ihr Auto ist kein Tresor!

 ... und (keine) Gelegenheit macht (keine) Diebe!

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