Zum Inhalt springen

Tag der Sicherheit 2022: Wer hat Angst vor Sturm & Hagel?

Die heurige Aktion der VÖL zum Tag der Sicherheit am 4. Mai widmet sich dem Thema Naturkatastrophen. Laut einer gemeinsam beauftragen Studie zur Wahrnehmung von Naturereignissen erkennen drei Viertel der Österreicher:innen eine tatsächliche Häufung von Naturereignissen in den letzten Jahren.

Schuld daran sei vor allem der Klimawandel. Das besagt das Ergebnis einer Studie, die von der Vereinigung Österreichischer Länderversicherer (darunter auch die Niederösterreichische Versicherung) heute präsentiert wurde. Vertrauen in die Zukunft haben die Menschen in unserem Land aber weiterhin – vor allem dann, wenn sie finanziell vorgesorgt haben.

Klimawandel, Pandemie, Wirtschaftskrise, Krieg. Wir leben in herausfordernden Zeiten. Wie steht es vor diesem Hintergrund um das Vertrauen der Menschen in die eigene Zukunft, wie sicher fühlen sich Österreicherinnen und Österreicher in Hinblick auf Naturereignisse?

Laut repräsentativer Studie der Vereinigung österreichischer Länderversicherer (VÖL), die heute präsentiert wurde, blicken Herr und Frau Österreicher grundsätzlich eher positiv in die Zukunft: 56 Prozent der Befragten geben an, keine Angst vor der Zukunft zu haben. Ein positiver erster Eindruck, der sich bei genauerer Betrachtung allerdings relativiert. Denn ebenso mehr als die Hälfte der Menschen in Österreich fühlt sich vom Klimawandel bedroht. Eine Sorge, die nicht zuletzt auf die steigende Zahl von Naturereignissen zurückzuführen sein könnte, erklärt Stefan Jauk, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung: „Laut unserer Studie sind rund drei von vier Menschen der Überzeugung, dass Ereignisse wie Stürme, Hagel oder Überschwemmungen in den letzten Jahren zugenommen haben. Diese Bedrohung nehmen die meisten als reale Folge des Klimawandels wahr.“ Im Detail: Vier Fünftel jener Befragten, die eine tatsächliche Häufung von Naturereignissen erkennen, sehen die Ursache dafür vorranging im Klimawandel begründet.

Geschlechterspezifische Unterschiede gibt es übrigens bei der Frage, ob Naturereignisse in erster Linie als Bedrohung für die persönliche Gesundheit und Sicherheit der Befragten bzw. ihrer Familien, für ihr Hab und Gut oder für beides gleichermaßen wahrgenommen werden. Hier zeigt sich rund ein Drittel vorrangig in Bezug auf die Gefahr für Gesundheit und Sicherheit besorgt, nämlich vor allem die weiblichen Befragten. Die befragten Männer hingegen denken verhältnismäßig stärker an die Bedrohung von Hab und Gut. Immerhin jede/r Zweite erachtet Naturereignisse für beide Bereiche gleichermaßen bedrohlich.

Versichern schafft Vertrauen.
Die gute Nachricht: Wer vorsorgt, blickt grundsätzlich positiver in die Zukunft. Insgesamt fühlen sich zwei von drei Östereicher:innen gegen Naturereignisse (finanziell) gut abgesichert. Spannend dabei ist, dass trotz der Wahrnehmung sich häufender Naturkatastrophen wie Stürme, Hagel oder Überschwemmungen die Angst vor Feuer bzw. einem Brand bei den Östereicher:innen nach wie vor am präsentesten ist. Hier ortet Stefan Jauk ein über Jahrzehnte gewachsenes Bewusstsein: „Wir Länderversicherer wurden ursprünglich ins Leben gerufen, um die Opfer von Bränden vor Armut zu schützen. Seit dem Tag unserer Gründung, bei der Niederösterreichischen Versicherung vor fast 100 Jahren, leisten wir hier erfolgreich Präventionsarbeit. Das zeigt sich natürlich in dem großen Bewusstsein der Menschen, dass man das eigene Hab und Gut vor Feuer schützen muss.“

Neben der finanziellen Absicherung gegen Feuer schätzen die Befragten auch den Versicherungsschutz für Sturm und Hagel als besonders wichtig ein.
Im Rahmen der Studie haben die Länderversicherer auch abgefragt, ob Österreicherinnen und Österreicher über die Leistungen des Katastrophenfonds des Bundes informiert sind. Knapp 70 Prozent der Befragten wissen korrekterweise, dass im Fall von Katastrophenschäden nur ein Teil des Schadens gedeckt ist.

Prävention wirkt.
Wie wichtig und wirksam die nachhaltige Präventionsarbeit der Österreichischen Länderversicherer ist, zeigt sich am oben erwähnten Beispiel der Feuerversicherung. Die Mitglieder der VÖL setzen deshalb seit vielen Jahren auf umfassende Information zu unterschiedlichen relevanten Versicherungsthemen. In diesem Zusammenhang findet der diesjährige Tag der Sicherheit zum bereits 16. Mal statt. Mit dem landesweiten Aktionstag setzten die Länderversicherer ein gemeinsames Zeichen für mehr Sicherheit in Österreich.

Über die Vereinigung Österreichischer Länderversicherer.
Die Vereinigung ist das Netzwerk der sechs in Österreich tätigen Länderversicherer (Niederösterreichische Versicherung, Kärntner Landesversicherung, Grazer Wechselseitige Versicherung, Oberösterreichische Versicherung, Tiroler Versicherung und Vorarlberger Landesversicherung). Gemeinsam beschäftigen die Unternehmen über 3.650 MitarbeiterInnen in sechs Zentralen sowie rund 200 Kundenbüros und betreuen etwa 1,65 Mio. KundInnen mit über 6,55 Mio. Verträgen. Mit dem bereits zum 15. Mal stattfindenden Tag der Sicherheit setzen die Österreichischen Länderversicherer ein Zeichen für mehr Sicherheit im Land.

Zur Studie.
Die Studie zur Wahrnehmung von Naturereignissen in der österreichischen Bevölkerung wurde von der VÖL beauftragt und vom MARKET INSTITUT, Marktforschungs GmbH & Co KG, Linz, erstellt. Die Befragung wurde mithilfe von online Interviews durchgeführt. Die befragten Personen entsprechen in ihrer Zusammensetzung der repräsentativen österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahren.

Empfehlen

Email Drucken