Man kennt das: An sich war der Werkplatz für „heiße Arbeiten“ ja überlegt ausgesucht. Mit den Jahren ist es dann immer enger geworden und das Holz, das Heu oder das Stroh immer näher gerückt. An anderer Stelle wieder fehlt gerade die Zeit, den Platz freizuräumen, an dem es eine schnelle Schweiß-Reparatur braucht …
Das Problem daran: Ein glühender Metallsplitter, ein Funke kann reichen, damit es bald darauf brennt. Deswegen gilt: Der Abstand zu Brennbarem muss mindestens fünf – und soll besser zehn – Meter betragen.
Funken haben (leider) Flügel, Schweißperlen ebenso: Bis zu zehn Meter überwinden sie im Flug. Wo sie landen, wird bei einem schlecht organisierten Arbeitsplatz zur Lotterie. Besonders tückisch, wenn sie im Heu, in Ritzen oder Hohlräumen im Gebälk Glutnester bilden. Die bleiben erst unbemerkt, die katastrophalen Folgen später bestimmt nicht. Es gilt: Nicht der große Funken ist der gefährliche, sondern der unbeachtete.
Dabei ist es einfach, auf Nummer sicher zu gehen: den Boden kehren, das Arbeitsumfeld freihalten, Öffnungen abdecken und Feuerlöscher bereitstellen. Im Freien ist es wichtig, die Windrichtung zu beachten – und die Arbeit bei starkem Wind besser zu verschieben.
Die (brand)gefährlichste Phase beginnt nach der Arbeit. Mitunter dauert es Stunden, bis ein Glutnest sich „durchglimmt“. Weshalb auch Einsätze nachts, lange nach Arbeitsschluss, bei der Feuerwehr keine Seltenheit sind. Eine ausreichende Nachkontrolle gehört bei Feuer- und Heißarbeiten deshalb ebenso zwingend dazu wie die Vorbereitung. In der Praxis empfiehlt sich eine gründliche Nachschau bei Arbeitsschluss, nach 30 Minuten und noch einmal nach zwei Stunden. Das sind „extra Meter“, die schon in vielen Fällen extra große Katastrophen für bäuerliche Familien – samt offener Fragen in der Abwicklung mit der Feuerversicherung – vermieden hätten.
Schweißperlen können bis zu 10 Meter wegspringen. Damit Brände nicht den Funken einer Chance haben, muss der Arbeitsbereich frei sein von leicht entzündlichen Materialien wie trockenem Erntegut oder Stroh.
Feuer- und Heißarbeiten brauchen Vorbereitung, damit sie kein Nachspiel haben: Funkenflug ist nach Möglichkeit abzuschirmen. Nach der Arbeit sollte die Arbeitsstelle mehrfach kontrolliert werden („Brandwache“). Brandnester an schwer zugänglichen Stellen können sich auch Stunden später noch entzünden.
Nur regelmäßig gewartete Arbeitsgeräte (Schweißgerät, Winkelschleifer u.a.m.) gewährleisten einen sicheren Betrieb.Wo heiß oder mit offener Flamme gearbeitet wird, muss ein geeignetes Löschsystem – in der Regel ein Feuerlöscher – immer griffbereit sein.
Ob Kerze, Gasbrenner, Heizstrahler oder eine glimmende Zigarette: Ohne Aufsicht werden Feuer und offenes Licht erfahrungsgemäß schnell zum Brandauslöser. Auch wenn „eh nur kurz“ niemand in der Nähe ist. Keine Kerzen in der Nähe von trockenen Gestecken oder Vorhängen!
Asche und Glut sind bis zu 72 Stunden zündfähig – insbesondere im Restmüll oder am Komposthaufen.Im Ofen sollten die Aschebox regelmäßig entleert und die Ascheabsetzräume jährlich kontrolliert werden.
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