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Tag der Sicherheit 2011: Sicher ist sicher!

Die Vermeidung von Unfällen in der Freizeit, und hier in erster Linie bei Heimwerkern, steht heuer im Zentrum des alljährlichen Österreich weiten Sicherheitstages der Österreichischen Länderversicherer, der in Niederösterreich von der Niederösterreichischen Versicherung in Zusammenarbeit mit dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) durchgeführt wird. Zur Prävention erhalten Kunden der Niederösterreichischen Versicherung kostenlose (solange der Vorrat reicht) Heimwerkerboxen mit Schutzbrille, Ohrstöpsel, Handschuhen und Staubmaske.

Sieht man sich samstags in Baumärkten um, wird klar: Viele Niederösterreicher sind Do-it-yourself-Anhänger. In den Eigenheimen wird selbst gesägt, gebohrt, gemalt, vertäfelt, gefliest, Parkett verlegt ... Doch Heimwerker, die nur in ihrer Freizeit Kreissäge, Bohr- und Schleifmaschine bedienen, leben gefährlich. Rund 38.000 Unfälle ereignen sich jährlich in Österreich bei Heimwerker-Arbeiten, in 84 Prozent der Fälle sind Männer die Opfer. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Selbstüberschätzung und Unwissenheit zählen zu den häufigsten Unfallfaktoren, und dabei dürfte der „Lernfaktor“ selbst nach erlittenen Verletzungen relativ gering sein. 

Ein guter Teil der Verletzungen könnte allerdings mit richtiger Vorbereitung, entsprechender Schutzausrüstung und nicht zuletzt auch guter Eigeneinschätzung vermieden werden“, meint Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung AG. „Gerade die weit verbreitete Einstellung, dass beim Heimwerken ohnehin kein Risiko bestehe, ist gefährlich, und hier wollen wir mit unserer Präventionskampagne ansetzen“, so Lackner.

„Knapp die Hälfte aller Heimwerkerunfälle ist auf Zerstreutheit, Ablenkung und Unkonzentriert­heit zurückzuführen. Die falsche Verwendung der Geräte und Selbstüberschätzung sind Ursachen für das Missachten der Sicherheitsvorkehrungen“, erklärt DI Christian Kräutler, Leiter der Landesstelle Niederösterreich im KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). „Merkt man, dass man müde wird, ist es daher Zeit für eine (alkoholfreie) Pause“, empfiehlt Kräutler.

Am häufigsten verletzen sich Hobbybastler mit Kreissägen und Bohrmaschinen. Stürze von Leitern, Treppen oder Dächern sowie Stürze über herumliegendes Material und Werkzeug liegen auf Platz zwei des Heimwerker-Horrors. Häufigste Verletzungsarten sind laut Statistik offene Wunden (41,5 Prozent), Prellungen (14,1 Prozent) und Knochenbrüche (10,5 Prozent).

Wer sich aber an einige Vorsichtsmaßnahmen hält, senkt sein Unfallrisiko erheblich. Erstes Heimwerker-Gesetz: Zeit einplanen und gut vorbereiten. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass man sich die Gebrauchsanweisung der neuen Schleifmaschine vollständig durchliest. Und unverzichtbar: Schutzkleidung tragen, also Schutzbrillen, Atemschutz, Gehörschutz, Schutzhandschuhe, wenn möglich Sicherheitsschuhe. Auch bzw. besonders, wenn man „nur schnell mal was erledigt!“

„Große Baumärkte bieten auch Schulungen an oder zeigen auf der Homepage Video-Anleitungen für die häufigsten Projekte – vom Fliesen legen bis hin zum Türen einbauen. So kann sich jeder Heimwerker ganz einfach Tipps und Tricks holen und sich über das richtige und sichere Hantieren mit Werkzeugen und Geräten informieren“, rät Lackner.

Tipps

  • Sich nicht überfordern - bei anstrengenden Arbeiten öfter Pausen machen.
  • Unbequeme Arbeitspositionen vermeiden.
  • Immer auf Arbeitsschutz achten - also Schutzbrille, Atemschutz, Gehörschutz tragen. Vorsicht beim Tragen von Schutzhandschuhen. Diese können bei Bohr- oder Sägearbeiten dazu führen, dass die Finger leichter in die Maschine gezogen werden.
  • Nie unter Zeitdruck arbeiten.
  • Auf qualitativ hochwertiges Werkzeug achten.
  • Ringe und anderen Schmuck ablegen, lange Haare zusammenbinden.

 

 

Die Vereinigung Österreichischer Länderversicherer (VÖL)

Die Vereinigung ist das Netzwerk der sechs in Österreich tätigen Länderversicherer (Niederösterreichische Versicherung, Grazer Wechselseitige Versicherung, Kärntner Landesversicherung, Tiroler Versicherung, Vorarlberger Landesversicherung, Oberösterreichische Versicherung). Gemeinsam beschäftigen die Unternehmen über 3.500 MitarbeiterInnen in sechs Zentralen und betreuen über 1,4 Mio. KundInnen mit rund 5,3 Mio. Verträgen.

 

KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)

Das KFV analysiert, bewertet und optimiert Gefahrenquellen in den Lebensbereichen Wohnen, Brandschutz, Freizeit sowie Verkehr und Kriminalität. Neben der umfassenden Präventionsarbeit bietet das KFV eine breite Palette an zukunftsorientierten Sicherheitsdienstleistungen an. Österreichweit ist das KFV in allen neun Bundesländern durch eigene Landesstellen vertreten.

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